Häufig gestellte Fragen PDF Drucken E-Mail

Was versteht man unter einem „Integrierten Klimaschutzkonzept“?
Ein Integriertes Klimaschutzkonzept zeigt unter Beteiligung aller relevanten Gruppen (Bürgern, Unternehmen, Verwaltung) die Wege und Ziele auf, die zum Klimaschutz führen. Ausgangspunkt ist die Erstellung einer Energie- und CO2-Bilanz, die Ermittlung von Einsparpotentialen und das Ersetzen konventioneller Energieträger durch Erneuerbare Energien.

 

Wer macht das Klimaschutzkonzept?

Auftraggeber für das integrierte Klimaschutzkonzept ist die Stadt Vilsbiburg. Das Klimaschutzkonzept wird von den Fachbüros Identität & Image und Green City Energy erstellt und durch das Bundesumweltministerium gefördert. Dadurch erhält die Stadt ein hochwertiges Konzept zu sehr geringen Kosten.

 

Warum wird in Vilsbiburg ein Klimaschutzkonzept erstellt?
Der Klimawandel kommt schneller, als viele Experten dachten. Deshalb muss jeder handeln und dazu beitragen, die Erderwärmung zu begrenzen. Mit der Gründung einer lokalen Agenda 21 im Jahr 1998 nahm das Engagement der Stadt für eine nachhaltige Ressourcennutzung konkrete Formen an. Verstärktes Engagment im Bereich Photovoltaik, Potentialermittlungen im Bereich Wasser- und Windkraft sowie Bioenergie, Stromsparwettbewerb, Solare Bürgerkraftwerke sollen nun in einem nachhaltig ausgerichteten Intergierten Klimaschutzkonzept gebündelt und somit die Energiewende forciert werden. Dieses ehrgeizige Ziel kann nur erreicht werden, wenn im Rahmen eines Konzeptes konkrete Einzelmaßnahmen ermittelt und umgesetzt werden.

Welche Bereiche werden in dem Klimaschutzkonzept in Vilsbiburg berücksichtigt?

Das Konzept bezieht sich in erster Linie auf das Stadtgebiet. Es werden insbesondere fünf verschiedene Handlungsfelder betrachtet, die von den privaten Haushalten über die Unternehmen bis zur Energieerzeugung durch Erneuerbare Energien reichen. Dabei der partizipative Ansatz, also die Bürgerbeteiligung, eine wichtige Rolle.

Wie kann ich mich beteiligen?
Am 19.November 2009 gibt es eine öffentlich Auftaktveranstaltung, zu der alle eingeladen sind. Dort kann man sich näher informieren und seine Ideen einbringen. Man kann sich jedoch auch an die Paten der Thementische wenden. Und natürlich kann jeder schon mal selbst anfangen, in allen Bereichen Energie sparen (Strom, Treibstoff, Wärme). Weitere Tipps zum Energiesparen finden sie hier.

 

Was sind „Erneuerbare Energien“?
Erneuerbare Energie, auch regenerative Energie oder alternative Energie, ist Energie aus nachhaltigen Quellen wie Sonnen- und Wind, Wasserkraft, Biomasse oder Erdwärme (Geothermie). Im Vergleich zu fossilen Energieträgern, deren Verfügbarkeit endlich ist, stehen sie kontinuierlich zur Verfügung. Mehr.


Was sind „NaWaRo“?
Hinter dieser Abkürzung verbergen sich die Nachwachsenden Rohstoffe. Damit sind Pflanzen und Pflanzenteile gemeint, die in der Land- oder Forstwirtschaft speziell für den Zweck der Energieerzeugung produziert werden oder als Nebenprodukte wie z.B. Stroh geborgen werden.

Verteuert die Nutzung von Erneuerbaren Energien unseren Strompreis?
Strom und Wärme aus Kohle, Gas oder atomarer Erzeugung kann derzeit noch billiger auf dem Markt angeboten werden, als der aus erneuerbaren Energien. Dabei bleiben jedoch die sog. „externen Kosten“ unberücksichtigt. Dazu gehören Umweltverschmutzung, Kosten für atomare Endlager und insbesondere die Kosten, die durch den Klimawandel entstehen. Bereits auf mittelfristige Sicht kommen uns Erneuerbare Energien wesentlich günstiger.

Was ist das „EEG“?
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist seit April 2000 in Kraft und soll den Bereich der regenerativen Energien fördern. Als Maßnahme hierfür wird für den erzeugten Strom ein fester Vergütungssatz festgelegt, der von der Art und Größe der Anlage abhängig ist. So soll der wirtschaftliche Betrieb von Anlagen ermöglicht werden.

Kann ich mein Dach für die Erzeugung von Solarstrom nutzten?

Den besten Ertrag erzielen Solaranlagen auf Dächern, die nach Süden ausgerichtet sind und eine Neigung von rund 30 Grad haben. Aber auch Flachdächer und Dächer, die nach Westen oder Osten ausgerichtet sind, können wirtschaftlich genutzt werden. Zudem spielen Verschattung, Aufbauten und der Dachbelag eine wichtige Rolle. Bei größeren Dächern lohnt sich auch oft die Vermietung an einen Betreiber von Solaranlagen, denn dieser trägt dann das Risiko. Der Solarberater  errechnet Ihnen schnell und einfach die wirtschaftliche Eignung ihres Daches für die solare Stromerzeugung und für eine Vermietung.

Kann ich mein Dach für die Erzeugung von solarer Wärme nutzen?
Wie bei der Photovoltaik erzielen nach Süden ausgerichtete Dächer den Besten Ertrag, für eine solarthermische Nutzung ist eine Neigung von 40 Grad ideal. Dachflächen, die nach Süd- West oder Süd-Ost zeigen sind ebenfalls gut geeignet. Auch hier spielen Verschattung, Aufbauten und Dachbelag eine wichtige Rolle. Die Größe und Konfiguration einer Solarthermie Anlage richtet sich nach den Wärmeverbräuchen und dem Heizungssystem des Nutzers.

Wo bekomme ich Tipps zur energetischen Gebäudesanierung?

Unsere Energiesparratgeber helfen Ihnen individuell und ganz konkret und beantworten alle offenen Fragen. Weitere Antworten und Hilfe zum Thema finden Sie bei den Energieberatern vor Ort oder hier:


Wie kann ich bei der Beleuchtung Strom sparen?
Die einfachste Maßnahme zum Stromsparen, ist auch die effektivste: Beim Verlassen des Raumes daran denken, das Licht auszumachen! Ansonsten gilt: Die alte Glühbirne ist ein Stromfresser und sollte durch Energiesparbirnen ersetzt werden. Dabei jedoch unbedingt auf die Lichtfarbe achten, damit man sich die alte Gemütlichkeit im Raum erhält! So kann ein Vier-Personen-Haushalt 50,- € pro Jahr sparen.

Sind Energiesparlampen trotz ihres Quecksilbergehalts umweltfreundlicher als Glühbirnen?
Ja, denn durch ihren geringeren Stromverbrauch erzeugen sie im Kraftwerk viel weniger Quecksilber. Trotzdem gilt: Energiesparlampen als Sondermüll entsorgen.

Welche Fördermöglichkeiten für Klimaschutzaktivitäten gibt es für Kommunen?

Hier ist an erster Stelle die Förderung der Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes zu nennen. Hier übernimmt die Bundesregierung 80 % der Kosten. Darüberhinaus gibt es vielfältige Förderungsmöglichkeiten im Bereich Energie sparen, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Einen Überblick über die wichtigsten Programme und weitere Links finden Sie hier.